Wasserbaukunst

Wasserbaukunst

Wasserbaukunst (Hydrotechnik), die Wissenschaft u. Kunst, welche sich mit allen in, an od. über freiem Wasser vorkommenden Bauten, z.B. Schleußen, Wehren, Deichen, Uferbefestigungen, Brunnen, Wasserleitungen etc. beschäftigt. Die W. zerfällt in I. Strombaukunde; dieselbe beschäftigt sich. A) mit der Regulirung der Flüsse, deren Aufgabe es ist den nachtheiligen Einwirkungen der fließenden Gewässer vorzubeugen od. schon eingetretene zu beseitigen, u. welche aus den Gesetzen der Wasserbewegung die Wirkungen der Ströme, deren Ursachen u. Abhülfsmittel kennen lehrt, unter denen die Sicherung der Ufer (s. Uferbau), die Beschränkung zu ausgedehnter Rinnsäle durch Bühnen u. Parallelwerke, der Abbau der Serpentinen u. die Erhöhung der Ufer die wichtigsten sind. B) Mit der Benutzung der Flüsse für die verschiedenen Zwecke, bes. zur Schifffahrt, Bewässerung, zum Holzflößen u. zum Betrieb technischer Anlagen, wobei zugleich die das Wasser benutzbar machenden Anlagen u. Baulichkeiten (Gerinne, Wehres Schleußen) besprochen werden, bes. aber deren sichere Gründung u. Schützung gegen Unterwaschung. Als Theil der Strombaukunde läßt sich auch die Brückenbaukunde betrachten. II. Seeuferbaukunde; diese beschäftigt sich mit den Mitteln zur Abwehr der Zerstörungen der See- od. Meereswellen (Deiche, Hafendämme, Kaimauern etc.) u. mit der Benutzung des Meeres, bes. zur Schifffahrt, also namentlich mit der Anlage u. Unterhaltung der Häfen, Rheden, Docks.


Pierer's Lexicon. 1857–1865.

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