Begießen der Pflanzen

Begießen der Pflanzen

Begießen der Pflanzen, geschieht theils nach der Aussaat, um das Aufgehen der Samen zu befördern, theils zu Begünstigung des Wachsthums der Pflanzen bei anhaltend trockener Witterung. Ersteres muß mit der Brause geschehen, damit der Boden nicht zu fest wird. Das B. erfordert stets große Vorsicht. So lange Frost zu der fürchten ist, darf man wenig od. gar nicht, in der warmen Jahreszeit nur früh u. Abends begießen. Überhaupt soll man nur begießen, wenn die Blätter[489] schlaff herabhängen. Besondere Vorsicht ist nöthig, wenn Luft u. Jahreszeit trocken sind, damit der Boden nicht noch mehr erhärtet. Auch hinsichtlich der Pflanzenarten walten bes. Rücksichten ob; manche wollen reichlich, manche sparsam begossen sein. Regenwasser u. weiches Flußwasser ist zum B. das beste; ist man aber, in Ermangelung desselben, gezwungen Quellwasser zu gebrauchen, so muß dasselbe zuvor der Luft u. Sonne ausgesetzt werden, da kaltes Wasser den Pflanzen in heißen Sommertagen höchst. schädlich ist. In manchen Fällen, z.B. in Obstgärten, bedient man sich zum B. auch der mit Wasser verdünnten Jauche, zum B. der Topfpflanzen des in Wasser aufgelösten Guano etc. Untersetzer für die Töpfe sind, außer bei Sumpfpflanzen, schädlich, indem sich in ihnen der Überfluß des Wassers ansammelt u. dann die Wurzeln leicht faulen.


Pierer's Lexicon. 1857–1865.

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  • Viehzucht — Viehzucht, ist die Nachzucht, Behandlung u. Nutzung der landwirthschaftlichen Hausthiere. Die allgemeine V. umfaßt die Züchtung, Ernährung, Mästung, Pflege der landwirthschaftlichen Hausthiere u. die Behandlung der erkrankten Stücken; die… …   Pierer's Universal-Lexikon

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