Eisenstuck

Eisenstuck

Eisenstuck, 1) Christian Gottlob, geb. 1773 in Annaberg; prakticirte seit 1798 als Advocat in Dresden, wurde 1820 Obersteuerprocurator, wirkte 1830 bei der Neugestaltung Sachsens u. wurde Mitglied u. Vorsteher der Communrepräsentanten Dresdens; nachdem er 17 Jahre lang für Dresden in der zweiten Kammer gesessen hatte, zog er sich seit 1847 vom politischen Leben zurück u. starb den 31. Mai 1853. 2) Bernhard, Neffe des Vor., geb. 1806 in Annaberg, erlernte in Chemnitz die Kaufmannschaft u. wurde später Theilnehmer des Fabrikgeschäfts Pflugbeil u. Comp., auch Vorstand des Stadtverordnetencollegiums in Chemnitz. Im März 1848 wurde er Mitglied des Vorparlaments in Frankfurt, sowie der Nationalversammlung für Chemnitz, wo er fast durchgängig mit der Linken stimmte; im April d. J. trat er in den Dreißiger [590] Ausschuß; wurde im Mai als Reichscommissar nach der Pfalz gesandt u. nach seiner Rückkehr nach Frankfurt zum Vicepräsident des Restparlaments gewählt. Er ging mit nach Stuttgart u. hatte als Vicepräsident im Fünfzehner Ausschuß den Vorsitz. Noch vor der gewaltsamen Auflösung des Parlaments reichte er seine Entlassung ein, begab sich nach Brüssel u. wurde Theilnehmer eines Spinnereigeschäfts in Florival an der Dyle.


Pierer's Lexicon. 1857–1865.

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