Luftblase

Luftblase

Luftblase, 1) ein Volumen Luft, welches sich in einer Flüssigkeit befindet. Es gibt L-n, die für sich od. neben einander befindlich von einer dünnen Haut irgend einer Flüssigkeit umgeben sind, u. solche, welche einzeln od. in größerer Zahl sich in einer Masse von Flüssigkeit befinden. Häutchen, welche zur Bildung von L-n dienen sollen, müssen einen gewissen Grad von Klebrigkeit od. Zähigkeit haben, wie bei schmutzigem Wasser, Seifenwasser, Bier, Öl, harzhaltigen Flüssigkeiten etc. Die L-n müssen, um in Gleichgewicht zu kommen, eine völlig kugelrunde Gestalt annehmen. Befinden sich mehre L-n, bes. über einer Flüssigkeit, neben einander, so bilden sie den sogenannten Schaum, der wegen des vielen, von den zahllosen Oberflächen reflectirten weißen Lichts weit heller ist, als die ihn bildende Flüssigkeit, um so weißer, je kleiner die einzelnen L-n, z.B. beim Seifenschaume. Einzelne aus einer etwas klebrigen Flüssigkeit, z.B. Bier in eine Glasflasche, aufsteigende L-n sitzen in Gestalt von Halbkugeln od. Sphärensegmenten auf der Oberfläche fest. Kommen mehre solcher halben L-n mit einander in Berührung, so erhalten sie so viele ebene Seiten, als die Zahl der einander berührenden L-n beträgt; die anfänglichen Kugeln werden daher in Polygone verwandelt, welche sich nach Umständen oft zu sechsseitigen Säulen (bes. in cylindrischen Gefäßen) gestalten. L-n, welche in einer größeren Masse von Flüssigkeit erzeugt werden, z.B. wenn man Luft in Wasser einströmen läßt, werden sobald sie zur Ruhe kommen, stets die Kugelgestalt annehmen. Sie steigen in einer Flüssigkeit in Verhältniß ihrer größeren Leichtigkeit u. des ungleichen zu überwindenden Widerstands schneller od. langsamer empor, wobei sie, je größer sie sind,[595] desto mehr sphäroidisch werden. 2) Bei Fischen, so v.w. Schwimmblase.


Pierer's Lexicon. 1857–1865.

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