Votivtafeln

Votivtafeln

Votivtafeln (Tabulae votivae), Tafeln mit Inschriften, welche in Folge eines gethanen Gelübdes nach Erlangung des Erfleheten an heiligen Orten aufgestellt od. aufgehängt werden. Solche V. gab es schon im klassischen. Alterthum, z.B. in dem Tempel des Asklepios zu Ägä in Cilicien, bestehend in Inschriften derer, welche hier ihre Gesundheit Wieder erhalten hatten, od. in den Tempeln der Meergötter von solchen aufgestellt, welche zur See in Lebensgefahr gewesen u. gerettet worden waren. Auf solchen V-n waren z.B. kranke Glieder, für deren Genesung die Votirenden gefleht, od. die Darstellung des Schiffbruchs, aus welchem sie gerettet waren, abgebildet. Andere V-n waren solche, welche ein Gelübde enthielten u. versiegelt den Götterstatuen an die Knie geheftet wurden; nach der bestimmten Zeit wurden sie von den Tempeldienern geöffnet, u. der Gelobende, des Erbetenen theilhaft geworden, mußte das Gelobte widmen. Auch in der Christlichen Kirche waren sie schon im 5. Jahrh. gebräuchlich u. ihre Aufstellungen wurden mit dem Steigen der Heiligenverehrung immer häufiger. Sie wurden sowohl an Altären der Heiligen aufgestellt, entweder in Folge eines Gelübdes, od. auch als Dank für ein durch die Intercession der Heiligen erfülltes Gebet, als auch in den Wallfahrtskapellen. Der Widmer einer solchen V. hieß Donator. Der Gebrauch der V-n hat sich in der Katholischen Kirche erhalten.


Pierer's Lexicon. 1857–1865.

Игры ⚽ Нужна курсовая?

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Ex voto — Eine Votivgabe (von lat. „votum“: Gelübde) ist der künstliche oder natürliche Gegenstand, den der Votant gemäß einem Gelübde („ex voto“) an heiliger Stätte darbringt als Zeichen des Dankes für die Rettung aus einer Notlage. Vom Gebet… …   Deutsch Wikipedia

  • Votiv — Eine Votivgabe (von lat. „votum“: Gelübde) ist der künstliche oder natürliche Gegenstand, den der Votant gemäß einem Gelübde („ex voto“) an heiliger Stätte darbringt als Zeichen des Dankes für die Rettung aus einer Notlage. Vom Gebet… …   Deutsch Wikipedia

  • Votivbild — Eine Votivgabe (von lat. „votum“: Gelübde) ist der künstliche oder natürliche Gegenstand, den der Votant gemäß einem Gelübde („ex voto“) an heiliger Stätte darbringt als Zeichen des Dankes für die Rettung aus einer Notlage. Vom Gebet… …   Deutsch Wikipedia

  • Votivschatz — Eine Votivgabe (von lat. „votum“: Gelübde) ist der künstliche oder natürliche Gegenstand, den der Votant gemäß einem Gelübde („ex voto“) an heiliger Stätte darbringt als Zeichen des Dankes für die Rettung aus einer Notlage. Vom Gebet… …   Deutsch Wikipedia

  • Votivschiff — Eine Votivgabe (von lat. „votum“: Gelübde) ist der künstliche oder natürliche Gegenstand, den der Votant gemäß einem Gelübde („ex voto“) an heiliger Stätte darbringt als Zeichen des Dankes für die Rettung aus einer Notlage. Vom Gebet… …   Deutsch Wikipedia

  • Votivtafel — Eine Votivgabe (von lat. „votum“: Gelübde) ist der künstliche oder natürliche Gegenstand, den der Votant gemäß einem Gelübde („ex voto“) an heiliger Stätte darbringt als Zeichen des Dankes für die Rettung aus einer Notlage. Vom Gebet… …   Deutsch Wikipedia

  • Weihegeschenk — Eine Votivgabe (von lat. „votum“: Gelübde) ist der künstliche oder natürliche Gegenstand, den der Votant gemäß einem Gelübde („ex voto“) an heiliger Stätte darbringt als Zeichen des Dankes für die Rettung aus einer Notlage. Vom Gebet… …   Deutsch Wikipedia

  • Weihgeschenk — Eine Votivgabe (von lat. „votum“: Gelübde) ist der künstliche oder natürliche Gegenstand, den der Votant gemäß einem Gelübde („ex voto“) an heiliger Stätte darbringt als Zeichen des Dankes für die Rettung aus einer Notlage. Vom Gebet… …   Deutsch Wikipedia

  • Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung (Kirchwald) — Altar Die Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung (Kirchwald) stammt von dem Aiblinger Stadtbaumeister Wolfgang Dientzenhofer (1678–1747) der auch, z. B. in Au bei Bad Aibling: Pfarrkirche St. Martin, in Flintsbach: Pfarrkirche St. Martin und in… …   Deutsch Wikipedia

  • Augustinus Hieber — (* 15. Februar 1886 in Straßdorf bei Schwäbisch Gmünd; † 4. Januar 1968 in Merazhofen bei Leutkirch im Allgäu) war ein deutscher Pfarrer, der im Ruf der Heil und Wundertätigkeit stand und von seinen Anhängern als „Segenspfarrer vom Allgäu“… …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”