Sporck

Sporck

Sporck, eine katholische, 1647 in den Freiherrn- u. 1664 in den Grafenstand erhobene, in Böhmen begüterte Familie, deren Stammherr ist: 1) Johann, Graf von S., geb. 1597 zu Delburg in Westfalen, Sohn eines Edelmanns, trat als gemeiner Reiter in das Heer der Liga u. zeichnete sich im Dreißigjährigen Krieg best als Parteigänger aus; er wurde 1637 Oberst u. that sich am 24. Novbr. 1643 nach dem Überfall von Tuttlingen u. 1645 sehr hervor, mußte aber 1646, weil er einen Theil der ligistischen Truppen zum Übertritt zum Kaiser verleiten wollte, ins kaiserliche Lager fliehen; er wurde dort General u. Freiherr, führte 1660 den Dänen gegen Schweden ein Hülfscorps zu, focht als Feldmarschalllieutenant 1664 u. 1685 gegen die Türken u. hatte mit seinen Reiterregimentern den wesentlichsten Antheil am Siege von St. Gotthard, weshalb er Graf u. General der Cavallerie wurde u. das Commando in Ungarn gegen die Malcontenten erhielt. 1874 erhielt er das Commando in den Niederlanden, eroberte Dinant, focht mit Montecucculi am Rhein, kehrte hierauf nach seinen Gütern in Böhmen zurück u. starb dort 6. Aug. 1679. Er ist das Sujet zu Franz Löher's Epos: General S., Gött. 1854, 2. A. ebd. 1856; vgl. G. I. Rosenkranz, Johann Graf von S., eine Biographie, Paderb. 1845, 2. A. ebd. 1854. Jetziger Chef ist: 2) Graf Eduard, Sohn des 1850 verstorbenen Grafen Jos. Joh. Maria, geb. 19. Dec. 1828, ist österreichischer Rittmeister in der Armee u. seit 1857 mit Johanna geb. v. Mader vermählt; sein Sohn Joseph ist 1858 geboren.


Pierer's Lexicon. 1857–1865.

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  • Swéerts-Sporck — Swéerts Sporck, ein der Katholischen Confession folgendes, ursprünglich von Reist geheißenes Patriciergeschlecht aus Brüssel, welches im 17. Jahrh. den Beinamen Swéerts annahm u., nachdem es 1653 den Freiherrnstand u. 1654 das böhmische Indigenat …   Pierer's Universal-Lexikon

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