Geibel

Geibel

Geibel, Eman., geb. 18. October 1815 in Lübeck, studirte seit 1835 in Bonn Theologie u. Philologie, seit 1836 in Berlin, wo er sich an die dortigen Dichter Chamisso, Kugler u. Gaudy anschloß u. Beiträge zu des Erstgenannten Deutschem Musenalmanach lieferte. 1838–40 war er Lehrer der Kinder des russischen Gesandten Kantakazi in Athen, lebte dann, nachdem ihm die Herausgabe seiner durch Wohllaut u. gefällige Formen ausgezeichneten Gedichte ein Jahrgehalt des Königs von Preußen eingetragen hatte, wissenschaftlich beschäftigt bei dem Baron v. Malsberg, bei Freiligrath in St. Goar, in Stuttgart, Berlin, Lübeck u. Hamburg u. wurde 1852 Professor der Philosophie in München. Er schr.: Gedichte, Berl. 1840, 45. Aufl. 1857; Zeitstimmen, Lüb. 1841, 3. Aufl. 1846; Die Tragödie König Roderich, Stuttg. 1844; das Epos König Sigurds Brautfahrt, Berl. 1846; Übersetzung spanischer u. italienischer Volkslieder, ebd. 1843; Die von Mendelsohn-Bartholdy componirte Oper Loreley; Juniuslieder, Stuttg. 1848, 6. Aufl. 1851; Meister Andrea (Lustspiel), 1855; Neue Gedichte, Stuttg. 1856, 4. Aufl. 1858; Brunhild, 1857. Mit R. Heyse: Spanisches Liederbuch, Berl. 1852.


Pierer's Lexicon. 1857–1865.

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  • Geibel — Geibel, Emanuel, geb. 1815 zu Lübeck, 1838 Erzieher beim russ. Gesandten in Athen, lebte nach seiner Rückkehr 1840 der Muse an verschiedenen Orten, erhielt vom König von Preußen einen Jahrgehalt und wurde 1852 Prof. der Aesthetik in München. G.… …   Herders Conversations-Lexikon

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